Kathmandu

Heat and Dust

Kathmandu – das ist viel Lärm, viel Dreck, viel Dunst. Aber nicht nur: Es ist auch ein Ort der intensiven Gerüche, ein bunter Mix unterschiedlicher Koch-Kulturen und Religionen, ein Platz, an welchem viele Menschen nur dank ihrem Erfindergeist überleben. Ganz besonders nach dem schweren Erdbeben vor einem Jahr und der mehrmonatigen Handelsblockade durch Indien. Als hätte das Erdbeben die Stadt und das gesamte Land nicht bereits genug geplagt – viele Schäden sind immer noch deutlich erkennbar – führte die Handelsblockade dazu, dass die Leute wieder mit Holz kochen mussten, da kein Gas mehr geliefert wurde. Noch heute begegnen wir überall in der Stadt langen Warteschlangen vor Tankstellen. Immerhin: Seit wenigen Tagen darf anstelle von 10 Litern wieder der ganze Tank gefüllt werden.

Uns behagt das alles nur teilweise. Und so ziehen wir uns immer wieder in die wenigen ruhigen Oasen inmitten dieses hektischen Treibens zurück. So beispielsweise in den „Garden of Dreams“, dem Garten eines ehemals herrschaftlichen Anwesens. Dort flätzen wir in der Wiese, erfreuen uns an den unzähligen Eichhörnchen oder geniessen Bananen-Lassie mit einer Tarte Citron. Oder ins Baber Mahal, dem ehemaligen Wohnsitz einiger Präsidenten. Dort beziehen wir ein wunderschönes Zimmer (dank booking.com zum Schnäppchenpreis) und geniessen die verschiedenen tollen Restaurants.

In diesen Oasen tanken wir Energie für unsere Ausflüge in die staubige und pulsierende Stadt. Am Ende sind es vor allem sie, die unsere Erinnerungen an Nepal prägen werden: die Gerüche, die unterschiedlichsten Menschen, das nepalesische und indische Essen und der Überlebenswillen vieler Nepalesen.