Istanbul

Die schreiende Stadt

Dröhnendes Geschrei aus allen Himmelsrichtungen – es ist Freitagabend, 17:30 Uhr in Istanbul. Wir sind auf dem Galata-Turm, in unserem Sichtfeld mindestens ein Dutzend hell erleuchtete Moscheen; an vermutlich weiteren hundert sind wir in den letzten drei Tagen vorbeigekommen. Istanbul. Das ist ein Schmelztiegel aus europaeischer und osmanischer Kultur, aus Christentum und Islam, aus modern-progressiv und religiös-konservativ. Eine spannende Mischung, eine sehenswerte Mischung, eine manchmal auch eine explosive Mischung. Auf jeden Fall ist es eine Mischung, die es sich lohnt, genauer anzuschauen. Und genau das haben wir getan: Wir sind zwischen vielen Welten gereist. Mit der Bosporus-Fähre zwischen zwei Kontinenten, in der bekannten Hagia Sophia zwischen den Religionen (mehr dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Hagia_Sophia) und in den Restaurants zwischen Kebab und Haute Cuisine (die türkische Küche und die Bäckereikunst sind übrigens nicht zu verachten). Auf besonders engem geographischem und zeitlichem Raum lässt sich das mit dem historischen Tram No. 1 tun. Es startet am Taksim-Platz (der ist von Grossdemonstrationen und Bombenanschlaegen her bekannt), führt vorbei an mit riesigen Stoffsaecken beladenen Müllsammel-Kindern, internationalen Mode-Läden und unzähligen Kebab-Buden, bis es schlussendlich im Herzen des alten europäischen Konstantinopels endet. Eine Zeit- und Kulturreise, die uns für unseren weiteren Weltreise-Trip den Horizont geöffnet hat.