Hoi An & Dalat

Zwei Welten: Lampions & Gewächshäuser

In der Nacht unserer Ankunft in Hoi An ist Vollmond. Hübsch, denk ich mir. Aber nichts besonderes. Oder? Falsch gedacht. Es ist besonders. An Vollmond-Tagen essen Buddhisten kein Fleisch. Und feiern. In ganz Hoi An werden zu den ohnehin schon zahllosen Lampions noch mehr montiert. Wir quetschen uns durch die überfüllten Strassen und sind am nächsten Morgen froh, die Altstadt mit etwas weniger Leuten erkunden zu können. In den nächsten beiden Tagen entdecken wir in den vielen kleinen Gassen immer wieder neues: fleissige Handwerker, kleine Restaurants oder liebevoll eingerichtete Boutiquen.

Zu unseren Highlights in Hoi An gehören neben vielen wunderbaren Cafés die Besuche beim Schneider. Trotz anfänglicher Skepsis wollen wir die Gelegenheit nicht verpassen, uns Kleider auf den Leib schneidern zu lassen. Und wir werden positiv überrascht!

Mit zwei, drei Kleidungsstücken mehr im Gepäck (es könnten auch vier gewesen sein) machen wir uns nochmals auf, eine Nacht im Zug zu verbringen, um nach Dalat zu gelangen. Hier im südvietnamesischen Hochland lernen wir noch einmal ein ganz anderes Vietnam kennen. Schweizerische Frühlingstemperaturen bestimmen das Wetter und so weit das Auge reicht werden rund um die Stadt in Gewächshäusern Erdbeeren, Blumen und vieles mehr angebaut. Im ganzen Land werden Kaffee, Milchprodukte, Blumen und Gemüse von hier verkauft und konsumiert. Abgesehen von dieser wichtigen Bedeutung für das Land bleibt Dalat jedoch ein ziemlich langweiliger und trostloser Ort. Am ehesten noch erwähnenswert ist das Crazy House, eine Art «Spielplatz für Grosse» – ein verspielter und grotesk anmutender Gebäudekomplex, der von einer vietnamesischen Designerin entworfen wurde. Ansonsten relaxen wir und laden unsere Batterien für die bevorstehenden Tage in der Megacity Saigon.