Nanuya Island

Südsee-Brise und Heimweh-Wind

Nichts in der Welt ist vergleichbar mit dem Gefühl feinen Sandes zwischen den Zehen. Oder getrockneten Salzes auf der Haut. Mit dem Rauschen des Meeres. Mit Seepferdchen, Wasserschildkröten, Rochen, Seesternen, Korallen und Neonfischchen in hunderten von Farben und Formen. Mit einem natürlichen Pool im Meer aus türkisblauem Wasser und einer Sandbank. Mit der Sonne als rotem Feuerball, der am Horizont im Meer versinkt.

Wir sind glücklich, dass wir all diese Dinge in den letzten Tagen in Fiji geniessen konnten. Einfach die Seele baumeln lassen und ankommen. Mit elf Nächten in ein und demselben Resort auf der wunderschönen Nanuya Island haben wir definitiv zu den Exoten gehört. Die meisten Urlauber blieben für zwei, drei Nächte und besuchen dann das nächste Ferien-Resort: Island-Hopping. Wir nicht. Für einmal lassen wir uns nieder und sind einfach da.

Lukas hat sich der Unterwasserwelt verschieben und ein Tauchzertifikat erlangt. Aller Anfang ist schwer und der Druckausgleich in Ohren und Nase will (im Pool) geübt sein. Es gibt einiges, worauf es während eines Tauchgangs zu achten gilt. Ist die erste Hürde jedoch geschafft, öffnet sich dem frischgebackenen Taucher dafür eine ganz neue, faszinierende Welt. Atem anhalten ist unter Wasser jedoch verboten.

Während Lukas abtaucht, widme ich mich Schnorchel, Flossen und dem pittoresken Sandstrand mit dem klingenden Namen Blue Lagoon nahe unseres Hotels. Ein kleines Paradies, das hin und wieder von einem Boot beladen mit Schnorchel-lustigen Island-Hoppern gestört wird. So oder so, was wir unter Wasser entdecken, begeistert uns beide.

Ein besonderes Highlight in diesen Fiji-Tagen war der Sonntag. Wir besuchten den Gottesdienst im Dorf Matacawalevu auf der gegenüberliegenden Insel. Berührt von der grossen Freundlichkeit, dem aufrichtigen Interesse der Inselbewohner und dem Wirken Gottes fahren wir mit dem Boot zurück. Mehr zu diesem Erlebnis findet ihr auf www.himmelsbürgerin.ch/das-uebersetzungswunder (Vivianes Blog).

Trotz all der Schönheit und dem Komfort, die uns umgeben, denken wir öfters als auch schon an Daheim. Was werden wir als erstes tun zurück in der Schweiz? Was alles in der Migros einkaufen? Welche Freunde unbedingt so bald als möglich treffen? Ja, wir sind schon dreieinhalb Monate unterwegs, Halbzeit also. Und hin und wieder weht uns dieser Tage nicht nur eine warme Südsee-Brise, sondern auch ein leichter Heimweh-Wind um die Nase.