Chobe NP, Okavango-Delta & Victoria Falls

Das Beste zum Schluss

Ein Wildreservat ohne Nashörner – diese wurden im Chobe-Nationalpark zum Schutz vor Wilderern weggesperrt; ein Flussdelta ohne Wasser – wir waren zur falschen Jahreszeit im falschen Teil des Okavango-Deltas; und eine Wüste ohne Sanddünen – die Kalahari ist nur eine Halbwüste und nicht die vermeintliche Namib-Wüste mit den pitoresken roten Riesendünen. So lassen sich unsere letzten beiden Wochen kurz zusammenfassen.

Als wäre das nicht schon hart genug für ein junges Ehepaar, das schon seit sechs Monaten auf Reisen ist, waren die Fotos der letzten Tage generell hart umkämpft. Denn die Tiere zeigten sich ganz nach dem Motto: «Das Beste zum Schluss.» Immerhin, die Geduld zahlte sich mehrfach aus. Schlussendlich bequemte sich der wohl schönste Vogel der Welt, sich in unserer Nähe niederzulassen; in letzter Minute wurden wir Zeuge eines Grossangriffs von acht Löwinnen auf eine Büffelherde; kurz vor Sonnenuntergang riss ein Flusspferd endlich seinen Rachen weit auf; bei der letzten Safari-Mittagspause besuchte uns eine Giraffe mit 13 parasitenfressenden Vögeln am Hals und kurz vor der Ausfahrt des letztbesuchten Nationalparks grüsste uns das kleinste Elefanten-Baby der ganzen Rundreise mit einem fröhlichen «Törö-tötö» vom Strassenrand (das gleichzeitig ertönende Geräusch der Mutter geben wir hier nicht wieder ;-)).

Genau gleich ergeht es uns auch persönlich. Jetzt, wo wir uns langsam aber sicher immer stärker auf unser bekanntes Umfeld zuhause freuen, haben wir Gespräche und erkennen wir Dinge, von denen wir uns fragen: «Weshalb erst jetzt?» Aber eben, wie so oft kommt das Beste zum Schluss!